Chic Ethic – was hinter unserem Namen steckt

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Immer wieder werden wir gefragt, wie es zu unserem Unternehmens-Namen kam: Chic Ethic, [schik etik] gesprochen. Kurz gesagt: Er hat mit unserer persönlichen Geschichte, unserer Haltung zum Fairen Handel und unserer Auffassung von Schönheit zu tun…

Französisch, Englisch, Deutsch…?

Jetzt mal langsam und der Reihe nach: Chic [schik] ist bekanntlich ein französisches Wort und hat seinen Eingang in den deutschen Sprachgebrauch gefunden. „Chic“ wird im Deutschen auch „schick“ geschrieben, was eindeutig weniger elegant ist als die originale französische Schreibweise. Andrerseits macht die Schreibweise „schick“ aus lautmalerischen Gründen Sinn – aus leidvoller Erfahrung wissen wir, wie „chic“ manchmal ausgesprochen wird… Dass sich inzwischen aber herumgesprochen hat, dass „chic“ wie „schick“ klingen sollte, begünstigt (zum Glück) die Originalschreibweise: chic!

Noch etwas für Sprachspezialisten, die es genau nehmen: Die Wortkombination „Chic Ethic“ ist zwischen Französisch und Englisch angesiedelt. Das französische Wort „chic“ hat schon seit Längerem auch in den englischen Sprachgebrauch Eingang gefunden. „Ethic“ ist wiederum die englische Schreibweise des Wortes, denn im Französischen wäre es „éthique“. „Ethic“ kann im Englischen als Hauptwort oder als (selten gebrauchtes) Adjektiv, alternativ zum häufiger gebrauchten „ethical“, verwendet werden.

Kurz und gut: Es geht uns um schöne Dinge, die aus ethisch vertretbarer Produktion stammen. Diese Idee, knackig von einem internationalen Paar (uns) in einen Unternehmensnamen verpackt, ergibt: Chic Ethic!

Chic: Zwischen französischer Eleganz und stilvoller Schönheit

Laut Duden sind jedenfalls beide Schreibweisen – chic und schick – im Deutschen gebräuchlich und die Bedeutung ist zwischen (französischer) Eleganz und stilvoller Schönheit angesiedelt. Chic steht für Paris, elegante Mode, tolles Design… und wir geben zu: Wir lieben es!

Die Gesichter hinter Chic Ethic: Hélène und Andreas Reiter-Viollet

Hélène als gebürtige Pariserin und Andreas (ich), beide gelernte Architekten und Designer, haben schöne, schicke, elegante Dinge einfach gerne. Wir sind überzeugt: Schönheit macht das Leben glücklicher. Schöne Kleidung, schöne Räume, schöne Landschaften, ein schönes Buch, schöner Schmuck… lassen das Herz höher schlagen.

Nur…

Was ist schön?

Darüber lässt sich trefflich streiten und meist ohne Ergebnis. Denn das, was die einzelne Person schön findet, ist höchst individuell. Abhängig vom Umfeld und dem Kulturkreis, in dem man aufgewachsen ist. Abhängig vom Einfluss der Eltern, der Freunde, der Lehrer, der Medien, die einem sagen, was schön ist…

Wirklich schöne Dinge

Wir haben im Laufe der Jahre, in denen wir uns – dank unseres Berufs – mit schönen Dingen beschäftigen durften, etwas für uns herausgefunden: Wirklich schöne Dinge sind nicht nur schön anzusehen, sie sind auch in Respekt für Mensch und Umwelt hergestellt. Es geht also um einen „tieferen“ Begriff von Schönheit: Um die Einbeziehung von Hintergrundinformationen und persönlichen ethischen Grundhaltungen in die Beurteilung von Schönheit.

Angewandte Ethik

Ein prächtiger, handgeknüpfter Teppich ist in unserem Verständnis erst dann wirklich schön, wenn dafür keine Kinder zur Arbeit gezwungen, keine HandwerkerInnen ausgebeutet und keine Flüsse mit Chemikalien verseucht werden.
Ein schickes Kleid ist in unseren Augen nur dann schön, wenn dafür keine Arbeitssklavinnen in Nähfabriken pestizidverseuchte Stoffe nähen müssen.

Dieses „tiefere“ Verständnis von Schönheit, das über rein ästhetische Schönheitskriterien hinausgeht, beruht auf der Überzeugung, dass ethische Grundhaltungen keine theoretischen Hirngespinste sind, die hin und wieder bei ambitionierten Tischgesprächen hervorgekramt werden. Sondern es handelt sich um persönliche Grundhaltungen, die Anwendung im alltäglichen Handeln, im Umgang mit anderen Menschen, bei der Arbeit oder beim Konsumieren finden.

Ethische Grundlagen

Die wichtigste Grundlage für uns ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Sie stellt ein großartiges, religionsübergreifendes, globales, bedingungsloses Bekenntnis zu den gleichen Rechten aller Menschen dar.

Bedingungslose Gleichberechtigung

Im Artikel 1 der von den Vereinten Nationen im Jahr 1948 beschlossenen Erklärung steht: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“
Die Kürze, Bedeutung und Tragweite dieses einen Satzes ist einzigartig. Alle folgenden, in dieser Erklärung beschriebenen Rechte basieren auf dieser globalen Übereinkunft. Meinungsfreiheit, Antidiskriminierung, Versammlungsfreiheit, das Recht auf menschwürdige Arbeit und Bildung sind nur einige der Rechte, die hier für ALLE Menschen auf unserem Planeten, ungeachtet ihrer Religion, ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts festgelegt sind.

Eine weitere Grundlage für unsere Arbeit im Fairen Handel sind die 10 Grundsätze des Fairen Handels.  Darin spiegeln sich die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ beschriebenen Rechte wieder. Sie stellen die Basis für die globale Zusammenarbeit im Fairen Handel dar. Egal ob man eine Fair Trade Kooperative in Lateinamerika oder eine Genossenschaft in Indien besucht, die „10 Grundsätze des Fairen Handels“ werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit prominent präsentiert, für alle gut sichtbar an der Wand hängen.

Schlüsselthema: Umweltschutz

Last but not least bildet jenes Thema, das uns in den nächsten Jahrzehnten immer stärker beschäftigen wird, eine weitere Grundlage unseres Handlens: der Umweltschutz.
1948, im Jahr der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, war der Umweltschutz noch kein großes Thema. Heute ist er eines der allerwichtigsten Themen für uns und die nächsten Generationen.

Wir alle haben das Recht auf eine gesundheitsfördernde, lebenswerte, intakte Umwelt. Doch nicht nur wir, sondern auch die zukünftigen Bewohner und Bewohnerinnen unseres kleinen Planeten haben dieses Recht auf eine mindestens so lebenswerte, ressourcenreiche Welt wie wir.
Dass wir uns derzeit in eine andere Richtung entwickeln, ist unübersehbar. Im Sinne einer sozial gerechten, dauerhaft nachhaltigen Entwicklung sind der Umweltschutz und radikale Umstellungen in der Produktion auf umweltschonende Methoden ein Muss.

Aus diesem Grund ist der Umweltschutz integraler Bestandteil der Fair-Trade-Idee. In den 10 Prinzipien des Fairen Handels ist er als Grundsatz N°10 „Schutz der Umwelt“ aufgenommen.

Chic Ethic – Der Name steht für unser Unternehmen

Schöne Produkte und eine ethisch vertretbare Produktion zusammen zu bringen, dafür steht unser Unternehmen. Und unser Name: Chic Ethic.


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