Wie begeht man den World Fair Trade Day im Jahr 2020?

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Aus großen Veranstaltungen und Feiern wird heuer einmal nichts. Wir begehen dafür den Fair Trade Day auf eine andere Art – und beschäftigen uns mit der Organisation dahinter, der WFTO.

Am Samstag, den 9. Mai, ist World Fair Trade Day – der internationale Tag des Fairen Handels. Eigentlich Anlass zur Freude, denn der Tag des Fairen Handels feiert heuer seinen 19. Geburtstag. Überall auf der ganzen Welt waren Fair Trade Events geplant. Bei uns im Chic Ethic – Fair Trade Shop hätte es zum Beispiel eine Präsentation des Glasperlenschmucks aus Togo mit der Designerin und Gründerin dieses Frauenprojekts gegeben. Sekt, Brötchen, Handwerkskunst, angeregte Diskussionen… das wäre richtig cool geworden. Doch nach Feiern ist derzeit niemandem zumute – der Corona-Schrecken sitzt noch allen zu tief in den Knochen. (Außerdem sind größere Veranstaltungen schlicht und einfach noch immer verboten.)

Wie also den Tag des Fairen Handels begehen? Einfach ausfallen lassen wollen wir ihn schließlich nicht, sprechen wir doch vom höchsten Feiertag für alle Fair Trade ProduzentInnen, Fair Trade HändlerInnen und ihre Fair Trade PartnerInnen. Nun, besinnen wir uns doch auf die ursprüngliche Bedeutung dieses Welttages. Der World Fair Trade Day wurde aus einem bestimmten Zweck ins Leben gerufen: um auf die Vision einer gerechteren Welt und eines gerechteren Handels zum Wohle von Mensch und Umwelt aufmerksam zu machen; und diese Vision langsam aber beständig Wirklichkeit werden zu lassen. 

World Fair Trade Day: Solidarität, gerade in Krisenzeiten!

Die World Fair Trade Organisation (WFTO) gibt benachteiligten ProduzentInnen ein Sprachrohr, vernetzt Fair Trade AkteurInnen weltweit und bietet den KonsumentInnen eine Informationsplattform.
Zum World Fair Trade Day 2020 erinnert uns die WFTO daran, dass gerade in Krisenzeiten, wie derzeit in der Corona-Krise, der Faire Handel und die damit verbundene Solidarität wichtiger denn je ist. Gemeinschaften, die ohnehin schon wirtschaftlich benachteiligt sind, stehen durch die Corona-Krise am Rande der Existenz.

Fair Trade Unternehmen engagieren sich weiterhin für diese Gemeinschaften und lassen sie gerade in Krisenzeiten nicht fallen. Um sie zu unterstützen, bleiben unsere Fair Trade Hersteller innovativ und beharrlich. Sie bezahlen ihre ArbeiterInnen, machen Masken, erstellen neue Pläne und verbinden sich via Social Media mit der ganzen Welt. Während der Pandemie und darüber hinaus standen und stehen im Fairen Handel die HandwerkerInnen, BäuerInnen und ArbeiterInnen an erster Stelle: nämlich die Schwächsten und Schutzlosesten in der Handels- und Produktionskette. Wie es den ProduzentInnen in der Corona-Krise geht, haben wir in unseren beiden April-Blogbeiträgen beschrieben: Wir sind verbunden: weltweit! und Wo Arbeitsverlust die Existenz bedroht.

Let’s build Planet Fair Trade: Eine Vision der WFTO.

„Let’s build Planet Fair Trade“ ruft die WFTO auf.

#planetfairtrade ist eine Vision der WFTO, in der die ganze Welt aus Fair Trade Enterprises besteht. Das sind Unternehmen, die den Menschen und unserem Planeten und nicht der Gewinnmaximierung Priorität einräumen. Sie arbeiten an der Schaffung eines Wirtschaftssystems, das auf dem Wohlergehen aller Menschen und unserer Erde basiert: einer Welt, in der niemand zurückgelassen wird und in der unser Ökosystem „Erde“ auch noch für zukünftige Generationen erhalten bleibt. Erfahre hier mehr über die WFTO und ihrer Vision Planet Fair Trade.

World Fair Trade Day: stolz auf das Erreichte, optimistisch in die Zukunft!

Wir haben unsere gesamte Schaufenster-Front anlässlich des World Fair Trade Day mit einem unserer Lieblings-Statements groß beklebt.
Kommt bis Ende Mai bei uns am Tummelplatz vorbei und seht es euch an!

Zum Tag des Fairen Handels sagen wir danke! Danke, dass ihr den Fairen Handel und seine Ziele unterstützt! Der Faire Handel hat schon sehr viel bewegt, viel erreicht; hunderttausende Familien können dank ihm weltweit ein besseres Leben leben als unter „konventionellen“ Verhältnissen. Wir sind stolz darauf, was wir bis jetzt erreicht haben.

Und doch gibt es noch sehr viel zu tun. Am Ende soll unsere „Vision“ Realität werden: Ein bio-fairer Planet für ALLE. Ein Planet, den wir uns nur von den zukünftigen Generationen geborgt haben. Ein Planet, der einen menschenwürdigen Lebensraum für jede einzelne und jeden einzelnen von uns bietet. Traum, Vision, Spinnerei? Ja, vielleicht: aber unumgänglich. Und wir können uns nur Optimismus leisten!

Gemeinsam unsere Botschaft verbreiten!

Wir können den Fair Trade Day und die vielen Dinge, die wir bereits erreicht haben, nicht im großen Stile mit euch feiern; aber wir können gemeinsam unsere Botschaft auf den sozialen Medien verbreiten. Zeigt der Welt, dass auch ihr den World Fair Trade Day feiert! Hier gibt es Vorlagen dazu.

2 Kommentare

  1. Der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst und weil er verdrängt, weil er irrt und weil er kämpft, weil er mitfühlt und vertraut! Das trifft viele Facetten des Fairen Handels, der mich seit meiner frühesten Jugend begleitet und ohne den ich sicher nicht sein will. Ein Hoch an alle, die gerne „Faire Spinner“ sind.

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